Forschung
Abteilung für Rehabilitationspsychologie und Psychotherapie
Aktuelle Forschungsprojekte
Das Internet entwickelt sich zunehmend zur Quelle für gesundheitsbezogene Informationen - sowohl im Hinblick auf Erkrankungen als auch auf mögliche Interventionen. Relevante Interventionsformen sind beispielsweise webbasierte Interventionen, E-Mail, Chat oder Video-basierte Beratung bzw. Therapie, internetbasierte gesundheitsbezogene Software-Programme (z. B. Internetspiele, virtuelle Umgebungen) sowie sonstige Internetaktivitäten im Sinne von Blogs, Podcasts, Online Support-Gruppen etc. Im Projekt soll eine Expertise zum Stand der Forschung zu IGIs erstellt und das Nutzungspotential für die medizinische Rehabilitation diskutiert werden. (mehr)
Im Februar 2011 wurde das kostenfreie Internetportal www.krankheitserfahrungen.de mit Erzählungen von PatientInnen über Ihre Krankheitserfahrungen mit zwei ersten Modulen (Diabetes mellitus und chronischer Schmerz) veröffentlicht. Seit 12.April 2013 sind zwei neue Module, Epilepsie und Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen, online. (mehr)
In einer dreijährigen Modellphase 2006-09 wurde die Implementierung von Berufscoachings
im Rahmen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation Südbaden (MB Reha Südbaden) vom
Zentrum Beruf und Gesundheit in Bad Krozingen (ZBG) erprobt. Ziel des Berufscoachings ist es,
Rehabilitanden bereits während sowie ein Jahr nach dem Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik
eine frühzeitige selbstverantwortliche Klärung beruflicher Fragestellungen zu ermöglichen. (mehr)
Evaluiert werden soll das „Modellprojekt zur beruflichen Integrationsförderung ehemaliger Suchtmittelabhängiger“. Das Ziel der Maßnahme besteht in der (Re-)Integration ehemaliger Suchtmittelabhängiger in den ersten Arbeitsmarkt. Durch eine enge Betreuung der Rehabilitanden und Arbeitgeber sowie frühzeitige Intervention soll ein „verschlepptes“ Rückfallgeschehen (verheimlichte Rückfälle, Arbeitsplatzverlust) verhindert werden. Hierdurch sollten anschließende lange – auch kostenintensive – Behandlungswege und der erneute Arbeitsplatzverlust vermieden werden. (mehr)
ESTA-Studie - Einflüsse von Stimmung auf Aktivität (Lena Krämer, Almut Helmes, Jürgen Bengel)
Depressive Störungen gehen für viele Patienten mit einem herabgesetzten Aktivitätsniveau
in beruflichen und privaten Lebensbereichen einher. Die ESTA-Studie hat zum Ziel, die
Hintergründe dieser Aktivitätseinschränkungen näher zu ergründen. (mehr)
Für Patienten in der orthopädischen Rehabilitation soll ein adaptives Assessment anhand der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF; WHO, 2001) für die Diagnostik und Evaluation zentralen Merkmalsbereiche ,Funktionsfähigkeit im Alltag’, ‚Depressivität’ und ‚Beeinträchtigungen der motorischen Körperfunktionen’ entwickelt und validiert werden. Es werden Itempools aus bestehenden Fragebögen zusammengestellt und durch neu entwickelte Items ergänzt, um das gesamte Schwierigkeitsspektrum differenziert erfassen zu können. (mehr)
In einem ersten Projekt des Förderschwerpunkts wurde in den letzten drei Jahren ein kostenfreies Internetportal www.krankheitserfahrungen.de mit Erzählungen von PatientInnen über ihre Krankheitserfahrungen aufgebaut. Im Februar 2011 wurden die ersten beiden Module Diabetes mellitus (Projektstandort Göttingen) und Chronischer Schmerz (Projektstandort Freiburg) veröffentlicht. Die bisherige Resonanz von professioneller sowie betroffenen Seite ist vielversprechend. Seit April 2011 werden die beiden neuen Modulen, Epilepsie (Freiburg) und Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen (Göttingen), erstellt, die am 12.April 2013 veröffentlicht wurden. (mehr)
Das Methodenzentrum wurde als Dienstleistungseinrichtung für methodisch-statistische Aufgaben im Forschungsverbund konzipiert. Hierbei steht die Betreuung der Verbundprojekte (25 Projekte in beiden Förderphasen) im Vordergrund. Durch individuelle methodische Betreuung werden diese in den verschieden Phasen der Durchführung unterstützt. Neben dieser spezifischen Betreuung erfolgen allgemein zugängliche Methodenfortbildungen und eine kontinuierliche Betreuung von Stipendiaten, Doktoranden und Diplomanden im Verbund. Die Kooperationspartner des Verbundes (ca. 150 Einrichtungen) erhalten bei Bedarf ebenfalls forschungsmethodische und statistische Beratungen. Im Verbund erhobene Daten werden für Analysen von projektübergreifenden Fragestellungen verwendet. (mehr)
Im Rahmen dieses Projektes sollen Maßnahmen zur Kompensation psychischer Belastungen von Truppenpsychologen entwickelt und evaluiert werden. Das Ziel der Maßnahmen besteht im Erhalt oder in der Wiederherstellung der psychischen Gesundheit der Truppenpsychologen, die insbesondere in Verbindung mit Einsätzen in besonderer Auslandsverwendung mit außergewöhnlichen Belastungen konfrontiert werden. (mehr)
Für Patienten mit Vermeidend-Selbstunsicheren und Zwanghaften Persönlichkeitsstörungen soll ein computer-adaptives Assessment (CAT) für die Diagnostik und Evaluation entwickelt und validiert werden. Der CAT-PS soll in der klinischen Praxis und Forschung dazu beitragen, die Belastung für die Patienten trotz eines umfassenden, psychometrisch hochwertigen Assessments zu minimieren. (mehr)
Abgeschlossene Forschungsprojekte 2011
Komorbide depressive Störungen treten bei Patienten mit Diabetes mellitus gehäuft auf und sind mit einem verschlechterten Blutzuckerspiegel, erhöhter Mortalität und Morbidität, erhöhten Versorgungskosten und verringerter Lebensqualität assoziiert. Diese Befunde verdeutlichen den Bedarf an effektiven Interventionen zur Behandlung von Depression bei Patienten mit Diabetes mellitus. Es besteht bislang jedoch kein systematisches Review, welches die Wirksamkeit psychologisch-psychotherapeutischer und pharmakologischer Interventionen zur Depressionsbehandlung bei Patienten mit Diabetes und komorbider Depression beurteilt. Das Review soll Aussagen über die Behandlungseffekte spezifischer Interventionen ermöglichen und diese über verschiedene Behandlungsansätze vergleichbar machen. (mehr)
Das Ziel des Gesamtvorhabens Automatisierte Informationsgewinnung und Schutz kritischer Infrastruktur im Katastrophenfall (AISIS) ist die automatisierte Informationsgewinnung von Informationen zum Schadensausmaß mittels energieautarker Sensoren mit Funkübertragung, um die Resttragfähigkeit von Tunneln im Falle eines terroristischen Sprengstoffanschlags abschätzen zu können sowie die Auslegung der Infrastruktur (Tunnel) für ein solches Explosionsereignis.
Die Abteilung für Rehabilitationspsychologie und Psychotherapie, Institut für Psychologie, bearbeitet mit dem Projekt Risikokommunikation in Gefahren- und Bedrohungssituationen einen Teilbereich im AISIS-Projekt. (mehr)
Projektziel ist die Entwicklung und Validierung eines adaptiven Assessments für Patienten in der kardiologischen Rehabilitation. In einem ersten Schritt sollen für die Bereiche „Depressivität“ und „Funktionsfähigkeit im Alltag“ aus bestehenden Fragebögen Itempools zusammengestellt und durch neu entwickelte Items ergänzt werden. Die Fragebogenentwicklung basiert auf dem Rahmenkonzept der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. (mehr)
Ziele des DIBpS1-Transferprojektes sind die Implementierung und Evaluation einer routinemäßig abgestuften Diagnostik, Differenzialdiagnostik und Indikationsstellung hinsichtlich psychischer Belastungen und Störungen bei Patienten in der medizinischen Rehabilitation. Ausgewählte Rehabilitationseinrichtungen erhalten eine intensive Beratung und Begleitung zur Verbesserung der Erkennensraten und der Psychodiagnostik psychischer Störungen. Die diagnostische Kompetenz sowie die etablierten diagnostischen Routinen des behandelnden Personals in der medizinischen Rehabilitation sollen durch eine gezielte Fortbildung erhöht werden. (mehr)
Abgeschlossene Forschungsprojekte aus vergangenen Jahren
