Nachhaltige Energieeffizienz: Ergebnisse
Abstract - Jahresbericht 2011 (Stand: August 2012)
Durch verschiedene organisatorische, technische und verhaltensorientierte Maßnahmen konnten im Rahmen des Projekts seit Herbst 2006 erhebliche Einsparungen in Bezug auf den Referenzzeitraum (Mittelwert der Jahre 2003-05) erzielt werden (s.a. Ausgangssituation). Im vergangenen Jahr 2011 waren dies erfreuliche knapp 26 %.Die Daten zur Heizung / Wärmeversorgung wurden witterungsbereinigt.
Das Jahr 2012 verlief aus Sicht des Projekts zurfriedenstellen (Heizung) bis gut (Strom). Die Prämie dürfte im Bereich derjenigen für 2011 liegen.
| Bereich / Jahr | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | ||
| Strom (kWh) | -24 % (-47.800) | -21 % (-41.600) | -16,2 % (-32.000) | -9,7 % (-19.100) | -12,2 % (-24.150) | -14,8 % (-29.200) | ||
| Strom Vergleich zu 2005 (kWh) | -29 % (-61.700) | -26 % (-55.500) | -21,7 % (-45.800) | -15,6 % (-33.000) | -18,0 % (-38.000) | -20,4 % (-43.100) | ||
| Heizung / Wärme (bereinigt) (kWh) | -24 % (-79.900) | -28,5 % (-95.000) | -20,8 % (-69.300) | -22,3 % (-74.600) | -29,7 % (-99.000 kWh) | -33,4 % (-111.400) | ||
| Energie gesamt (bereinigt) (kWh) | -24 % (-127.600) | -25,7 % (-136.600) | -19,1 % (-101.300) | -17,6 % (-93.700) | -23,2 % (-123.200) | -26,5 % (-140.600) | ||
| CO2 (bereinigt) (t) | -14 % (-22) | -17 % (-27) | -22 % (-35) | |||||
| Auszahlung Prämie (€) | ca. 9.000 € (Betrag gleicher Höhe an die Verwaltung) | 8.556 € (weitere 8.556 € an die Verwaltung) | 5.611 € (weitere 5.611 € an die Verwaltung) | 6.015 € (weitere 2.005 € an die Verwaltung) | 8.209 € | 8.803 € | ||
Die "Rohprämie" für das Jahr 2011 liegt mit 17.112 € deutlich höher als für 2010, 50 % entspr. 8.556 € wurden an das Institut ausgeschüttet. Der Wärmeverbrauch wurde für 2011 nicht nur witterungsbereinigt, sondern auch entsprechend der durch die Umstellung auf Bachlor/Master gegenüber dem Referenzzeitraum veränderte Nutzungszeiten der Veranstaltungsräume angepasst. Außerdem wurde innerhalb des Rahmenprojekts entschieden, eine Witterungsbereinigung auf der Basis der Gradtagszahlen 20/15 des Deutschen Wetterdienstes für Freiburg durchzuführen. Daraus ergeben sich gegenüber der bislang durchgeführten Methode erhebliche Steigerungen bei den Einsparungen. Alle Werte in der obigen Tabelle basieren auf der neuen Witterungsbereinigung.
Die bislang ausgezahlten Prämien summieren sich auf knapp 40.000 €; bislang wurden folgende größere Ausgaben daraus getätigt:
- 1.500 € für Nachtauskühlung Haupttreppenhaus 2013 (Nachrüstung Wind-Regen-Wächter, Schaltuhr)
- 6.600 € für Sonnenschutzjalousien 2013
- 500 € für das Energiesparthermometer
- 2.600 € für das Energiesparpaket 2011
- 2.700 € für den Umwelttag 2009
- 6.200 € für das Energiesparpaket 2008
- 4.100 € für eine Hilfskraft für den CIP-Pool
Vorbemerkung
Hier finden Sie fortlaufend aktuelle Informationen zu den Ergebnissen des Projekts. Besonders auffällig sind die großen Effekte der Anfangsphase, in der durch zentrale technische Maßnahmen erhebliche Einsparungen erzielt werden konnten.
Zahlenmäßig nicht gesondert betrachtet werden
- Stromverbrauch Hörsaalgebäude: Dieser ist mit ca. 15-30 kWh/Tag bzw. ca. 5.600 kWh/Jahr absolut gesehen recht gering; die Schwankungen gehen auf die unterschiedliche Belegung der Veranstaltungsräume zurück. Diese überdeckt jegliche Effekte, die zweifellos durch Einsparungen in den beiden Büros erzielt werden.
- Wasserverbrauch in beiden Gebäuden: Es gibt nur eine zentrale Kaltwasserversorgung; Warmwasser wird lokal mit Boilern erzeugt. Der Wasserverbrauch wird mit ca. 1.000 cbm/Jahr als relativ gering eingeschätzt; er hängt stark von der -vom Institut kaum zu beeinflussenden- Putzfrequenz ab. Einsparmöglichkeiten bei WCs, Waschbecken usw. werden kaum gesehen.
Mit der der Erhebung und Qualität der Daten hängen einige methodische Probleme zusammen, die gewichtige Auswirkungen auf die Auswertung und deren Ergebnisse haben (s. Methodische Anmerkungen).
Wöchentliche Werte:



Weiterführende Informationen, insbesondere eine getrennte Betrachtung der Verbräuche zu Tages- und Nachtzeiten, finden sich weiter unten in diesem Dokument (s.a. Grundlastproblematik).
Monatliche Werte:
Bezogen auf den Vergleichsmonat des Vorjahres wurden im Mai 2013 in der Summe beider Gebäude folgende Ergebnisse erzielt (zu beachten ist, daß im Vergleichsmonat bereits erhebliche Einsparungen erzielt werden konnten):
- Stromverbrauch: Einsparung -23 % in Bezug auf die Referenz; Mehrverbrauch +5 % in Bezug auf den Vergleichsmonat im Vorjahr.
- Heizenergie: In Bezug auf die Referenz betrug die Einsparung im 1. Quartal 2013 -19 % (ohne Witterungsbereinigung: Einsparung -7 %) (ein Bezug beider Gebäude auf die Referenz ist nur quartalsweise möglich).

Prämie
Die Prämien beliefen sich für 2006 (nur 4. Quartal relevant) inkl. eines Bonus auf 1.741 €, für 2007 auf 8.803 € und für 2008 auf 8.209 €. Da ab Juli 2009 nur noch die Hälfte der eingesparten Energie als Prämie verrechnet wird, beträgt die ausgezahlte Prämie für 2009 6.015 € ("Roh-Prämie": 8.020 €; die Differenz von 2005 € verbleibt im zentralen Etat der Universität). Die Prämie für 2010 beträgt 5.611 €; und für 2011 8.556 €; ein Betrag in gleicher Höhe verbleibt jeweils bei der Verwaltung.
Für das Abrechnungsjahr 2012 wird mit einer Einsparung in Höhe von ca. 18.000 € bzw. einer Prämie von annähernd 9.000 € gerechnet.


Gesamtbetrachtung Energieverbrauch Strom und Heizung
Über alle Energieträger hinweg konnte das Institut mit seinen beiden Gebäuden auf dem Campus Engelbergerstr. gegenüber dem Referenzzeitraum 2003-2005 im Jahr 2011 eine Einsparung von ca. -26 % erzielen (2010: -19 %; 2009: -18 %; 2008: -23 %, 2007: -26 %).

CO2-Bilanz
Die CO2-Bilanz des Instituts basierend auf dem Energieverbrauch (Strom, Heizung) hat sich in der Folge von Witterungseinflüssen und den erzielten Einsparungen seit dem Jahr 2007 erfreulich entwickelt (Heizungsverbräuche auf den Standort Würzburg witterungsbereinigt; typ. dt. Strom-Mix). So konnten im Jahr 2009 etwa 22 t CO2 eingespart werden (2008: ca. 27 t; 2007: ca. 35 t).

Stromverbrauch Hauptgebäude
Jahresbetrachtung
Obwohl die im Zuge des Projekts ergriffenen Maßnahmen erst ab Oktober 2006 Wirkung zu zeigen begannen, konnte schon im Jahr 2006 nicht nur die jährliche Steigerungsrate von +7% zurückgefahren werden, sondern auf das Jahr gesehen absolut sogar ein Rückgang auf -1% erzielt werden. In 2007 konnte ein weitaus deutlicherer Rückgang bis unter das Niveau von 2003 erzielt werden (aus weiter zurückliegenden Jahren liegen keine Zahlen vor):

Lag der Verbrauch im Jahr 2006 noch bei ca. 202.000 kWh, so wurden in 2007 nur noch ca. 163.400 kWh und nach leichten Steigerungen in 2008 168.200 kWh, 2009 173.500 kWh und nachfolgend in 2010 nur noch 160.800 kWh verbraucht. Bezogen auf die Referenz (Mittelwert 2003-2005) entspricht dies Einsparungen in Höhe von ca. 28.200 kWh in 2007 (-15 %), von 23.400 kWh in 2008 (-12 %) von 18.000 kWh in 2009 (-9,4 %), von 30.800 kWh (-16 %) in 2010 sowie von 40.800 kWh (-21 %) in 2011.
Vergleich zum Vorjahresmonat und zur Referenz (Mittel 2003-2005)
Da ab Oktober 2006 die ersten Einsparmaßnahmen Wirkung zeigten, geht der Stromverbrauch ab Oktober 2007 im Vergleich zu den entsprechenden Monaten des Vorjahres nicht mehr ganz so deutlich zurück bzw. weisen -vermutlich witterungsbedingt- auch Steigerungen auf; die erreichten Werte sollten jedoch in etwa gehalten bzw. möglichst weiter reduziert werden.

Ein Ziel des Projekts ist die Erreichung bzw. die Unterschreitung der durch die Mittelwerte der Jahre 2003-05 gegebene Referenzlinie; dies konnte erstmalig im Dezember 2006 erreicht werden. In Anbetracht eines "Aufholbedarfs" durch die jährlichen Steigerungen in den letzten Jahren ist dies ein bemerkenswerter Erfolg, weil die Steigerungen der vergangenen Jahre zunächst wieder eingespart werden mussten.
Ein monatlicher Vergleich ist aufgrund fehlender monatlicher Zahlen aus dem Referenzzeitraum problematisch. Die naheliegende, jedoch fehlerbehaftete gleichmäßige Verteilung der verfügbaren aggregierten Werte auf die entsprechenden Monate führt aufgrund des im Winter höheren Stromverbrauchs durch Licht und Heizung klarerweise zu einer Unterschätzung der Verbräuche im Winter und zu eine entsprechenden Überschätzung im Sommer. Ein echter Vergleich wäre nur auf der Basis der Jahresverbräuche (also erstmals Anfang 2008) oder auf der Basis gewichteter Monatsverbräuche möglich, die jedoch nicht vorliegen. Diese Problematik muss bei der Interpretation des nachfolgenden Diagramms berücksichtigt werden.

Heizung Hauptgebäude (Gasverbrauch witterungsbereinigt zu Würzburg)
Veränderungen gegenüber der Referenz (witterungsbereinigt)
Bezogen auf den Referenzzeitraum 2003-2005 ergibt sich folgendes Bild (da die Vergleichszahlen nur quartalsweise vorliegen, kann eine Aussage über ein Quartal erst nach dessen Ende getroffen werden). Nach erheblichen Einsparungen in den ersten drei Quartalen musste im vierten Quartal ein geringfügiger Mehrverbrauch von +2 % hingenommen werden. Insgesamt ergibt sich für das Jahr 2011 eine Einsparung von ca. -22 % (2010: -14 %; 2009: -16 %; 2008: -22 %, 2007: -27 %).

Heizung Hörsaalgebäude (Fernwärme witterungsbereinigt zu Würzburg)
Hier konnten -insbesondere auch durch das Herunterfahren bzw. Abschalten der Heizung in Zeiten ohne Nutzung der Räume- besonders hohe Einsparungen erzielt werden:

Veränderungen gegenüber Referenz (witterungsbereinigt)
Es ergibt sich für das Jahr 2011 eine Einsparung um ca. -52 % (2010: -49 %; 2009: -46 %; 2008: -58 %; 2007: ca. -56 %).

Gesamtbetrachtung Heizung
Bei der Betrachtung beider Gebäude konnte im Jahr 2011 gegenüber der Referenz eine witterungsbereinigte Einsparung von -28 % erzielt werden. (2010: -21 %; 2009: -22 %; 2008: -30 %; 2007: -33 %).


Strom: Grundlastproblematik
Informationen zur Grundlast finden Sie hier.
Spezifische Verbräuche
Basisfür die Berechnung der in den nachfolgenden Grafiken aufgeführten spezifischen Verbräuche ist die sog. Hauptnutzfläche (Hauptgebäude: 3.667 qm, Hörsaalgebäude: 387 qm). Gemäß der DIN 277-2 (Ausgabe Februar 2005) wird nicht mehr zwischen Haupt- und Nebennutzflächen unterschieden, sodass die spezifischen Verbräuche bei einer entsprechenden Neuberechnung deutlich niedriger ausfallen würden (Nutzfläche Hauptgebäude: 6.050 qm, Hörsaalgebäude: 858 qm).
Hauptgebäude
Hörsaalgebäude

gesamt




