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Pilotprojekt Nachhaltige Energieeffizienz - Häufige Fragen (FAQ)

Weitere Informationen zum umweltfreundlichen Verhalten finden sich bei den Energiespartipps der Universität. Nachfolgend gehen wir auf einige konkrete Fragen ein, die auf das Umfeld am Institut für Psychologie Bezug nehmen.

Wenn Ihnen etwas auffällt, Sie weitere Fragen oder Verbesserungsvorschläge haben: Bitte schreiben Sie an energieeffizienz@psychologie.uni-freiburg.de.

Kurz und knapp, einfach und wirkungsvoll

  • Was sind die einfachsten, aber wirkungsvollsten Punkte, um mit dem Sparen anzufangen?
    • Licht aus beim Verlassen jeglicher Räume (auch beim Verlassen für kurze Zeit) (auch das Licht in den Fluren läßt sich ausschalten),
    • Energiesparoptionen des PCs nutzen, keine stromfressenden Bildschirmschoner (!) (sondern Monitor nach 5 Minuten ausschalten lassen)
    • PC abends ausschalten (oder in Ruhezustand versetzen, bei Abwesenheit tagsüber in stand-by-Modus schalten) und samt Drucker und Bildschirm vom Stromnetz trennen (ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs gehen auf PCs in den Büros zurück) und
    • Heizung abends und am Wochenende herunterregeln (z.B. auf "2" stellen),
    • Stoßlüften (Heizung "zu", Fenster für wenige Minuten ganz "auf").
    • In der kalten Jahreszeit ist Stoßlüften auch in WCs angesagt: Erstens verfügen die WCs über eine eigene Lüftungsanlage, zweitens springt bei über längere Zeit offenem Fenster und Außentemperaturen um 0 °C der Frostschutz an und die Wärme geht direkt nach draußen! Also inbesondere nachts die WC-Fenster geschlossen halten.

Strom

  • Funktioniert der automatische Windows-Update, wenn ich den PC am Abend ausschalte?

    • Ja. Die Patches werden beim Hochfahren geladen (und ggf. beim Herunterfahren installiert).
  • Lohnt es sich, den PC in der Mittagspause herunterzufahren?

    • Bei einer "normalen" Mittagspause lohnt sich das Ausschalten eher nicht; Strom sparen kann man dennoch: Mit dem "Ruhezustand" oder dem "stand-by-Modus" (im Menü "Herunterfahren", s.u.).
  • Mir geht das Aus- und Einschalten des PCs zu lange. Kann ich das beschleunigen?

    • Ja, wir empfehlen statt dem vollständigen Herunterfahren den "Ruhezustand". Dieser ist rasch erreicht und beim Einschalten des PCs geht es auch viel schneller - wir empfehlen allerdings ca. einmal die Woche den PC richtig neu zu starten. Im übrigen gibt es Möglichkeiten, das Booten zu beschleunigen - dies allerdings eher für Freaks...
  • Sollte ich PC und Bildschirm, ggf. auch den Drucker nach dem Ausschalten mit einer Steckdose oder einem Zwischenstecker mit Schalter vom Stromnetz trennen?

    • Ja, unbedingt. Diese Geräte verbrauchen auch im "ausgeschalteten Zustand" noch Strom. Dies kann in den Bereich von 10W-20W gehen, was sich im Institut auf das Jahr und auf alle PCs gesehen auf mehrere Tausend Euro summieren kann (s.a. stand-by-Kosten).
  • Lohnt es sich, bei der Anschaffung von PCs auf den Stromverbrauch zu achten?

    • Ja, wir sehen am Institut Unterschiede von bis zu 50% bei ähnlicher Leistungsfähigkeit.
  • Wie ist das mit den Energiesparoptionen von Windows? Wie aktiviere ich den Ruhezustand an meinem PC?

    • Die Energieoptionen sollten so eingestellt sein, dass der Monitor nach wenigen Minuten ausgeschaltet wird - ein Bildschirmschoner schont weder das Gerät noch den Geldbeutel, weil der Stromzähler unverändert weiterläuft.
    • Bei längeren Unterbrechungen (länger als 15 Min.) sollte der PC in den Standby-Modus oder in den Ruhezustand geschaltet werden. Im Standby-Modus verbraucht der PC immer noch etwas Strom, ist aber sehr schnell wieder aktiv; im Ruhezustand kann der PC sogar vollständig vom Stromnetz getrennt werden; dafür dauert das Aktivieren ein paar Sekunden - aber immer noch sehr viel weniger als bei einem Neustart. Bei der konkreten Einstellung hilft Ihnen sicher gern die EDV-Hilfskraft Ihrer Abteilung, nähere Informationen finden Sie im übrigen hier.
  • Flimmern Leuchtstoffröhren?

    • Im Prinzip nein. Das Flimmern moderner Leuchten mit 40.000 Hz ist nicht wahrnehmbar (die Grenze für die Wahrnehmung liegt bei ca. 60 Hz).
  • Lohnt es sich, die Beleuchtung (Neonröhren/Leuchtstofflampen) auch bei einer Abwesenheit von nur wenigen Minuten auszuschalten?

    • Uneingeschränkt Ja!
  • Sollte ich Glühbirnen z.B. in Schreibtischlampen durch Energiesparbirnen bzw. Leuchtstofflampen ersetzen?

  • Sind Niedervolt-Halogenlampen eine Alternative zu Glühbirnen?

    • Im Prinzip nein. Die Lichtausbeute ist zwar etwa doppelt so hoch wie bei Glühbirnen, jedoch immer noch wesentlich schlechter (Faktor 3) als bei einer Leuchtstofflampe.
  • Läßt sich das automatisch verlöschende Flurlicht vor Ablauf der eingestellten Zeit manuell ausschalten (z.B. beim Verlassen des Gebäudes am Abend)?

    • Ja! In allen "großen" Fluren des Hauses kann das Licht genauso einfach ausgeschaltet wie eingeschaltet werden - einfach auf den Lichtschalter drücken.

Heizung

  • Heizt sich das Büro rascher auf, wenn der Heizkörper auf 5 aufgedreht wird?

    • Nein (es kommt einem aber unter Umständen so vor). Die Kennlinie eines Thermostatventiles ist zwar relativ kompliziert und insbesondere wird nicht beim Erreichen der eingestellten Temperatur schlagartig abgeschaltet, sondern der Durchlauf schon zuvor leicht verringert. Aufgrund der Systemträgheit ist es dennoch sinnvoll, gleich die Wunschtemperatur einzustellen (2-3) und den Rest dem Thermostaten zu überlassen. Gründe für eine anders geartete Wahrnehmung, die zu einem gegenteiligen Schluss führen kann, werden etwa diskutiert in Kempton, W. (1986). Two theories used of home heat control. Cognitive Science, 10, 75-91 (insbesondere S. 85).
  • Wie lüfte ich richtig?

    • Bei Heizbetrieb unbedingt ausschließlich Stoßlüften, d.h.: Heizung zudrehen, Fenster ganz auf, im Winter nach ca. 4 Minuten, sonst nach ca. 15 Minuten Fenster ganz schließen, Heizung ggf. wieder auf die Wunschtemperatur einstellen (s.a. Hintergrundinformationen).
      Auch in den WCs sollten die Fenster im Winter nicht dauerhaft und schon gar nicht über Nacht gekippt werden, weil selbst "ausgeschaltete", auf "*" stehende Thermostate bei niedrigen Temperaturen zu heizen beginnen, um Frostschäden vorzubeugen (dieser Effekt tritt in WCs im vorderen Bereich schon bei Außentemperaturen gegen 0 °C ein).
  • Lohnt es sich, die Heizung abends herunterzudrehen?

    • Ja, dies lohnt sich besonders, wenn das Büro auf der Südseite liegt und am nächsten Tag mit Sonne gerechnet werden kann. Dann lohnen sich sogar Einstellungen unterhalb von "2". Ansonsten empfiehlt es sich, den Thermostaten auf "2" einzustellen - am nächsten Tag wird das Büro innerhalb kurzer Zeit dann wieder richtig warm.
    • Noch ein Tipp: Thermostatventile mit eingebauter Uhr können -halbwegs regelmäßige Arbeitszeiten vorausgesetzt- das Absenken der Temperatur am Abend und das -rechtzeitige!- Aufwärmen am Morgen automatisch erledigen. Die Kosten liegen bei ca. 30-40 €; der Umbau ist eine Sache weniger Minuten. In drei Veranstaltungsräumen (SR A, SR B und Multimediaraum) haben sich solche Geräte bereits bewährt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an energieeffizienz@psychologie.uni-freiburg.de.
  • Lohnt es sich, bei längerer Abwesenheit die Heizung auf "*" zu stellen?

    • Ja. Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass es energiesparender sei, durchgehend wenig zu heizen als ganz abzustellen und anschließend aufzuheizen (je wärmer der Raum ist, desto mehr Wärme verliert er im Laufe der Zeit). Man sollte allerdings sicherstellen, dass eine Kollegin oder ein Kollege das Thermostatventil rechtzeitig vor der Rückkehr wieder auf 2 oder 2-3 stellt - sonst friert man während der Aufheizzeit, die je nach Innen- bzw. Außentemperatur auch mal 1-2 Tage dauern kann (insbesondere wenn die Sonne nicht scheint und die Heizung aufgrund von Außentemperaturen von um die 15 Grad nur noch wenig wärmt).
  • Darf ich meinen Schreibtisch ans Fenster schieben?

    • Nein, dies sollte möglichst vermieden werden, weil bei weniger als 30 cm Abstand die Luftzirkulation und damit die Effektivität der Heizkörper deutlich verringert wird; zudem muss der Thermostat nach allen Seiten frei sein. Verdeckt der Schreibtisch den Thermostaten, so gerät die Regelung der Raumtemperatur vollkommen aus dem Tritt (falls dies unvermeidlich ist, so kommt ggf. der Einbau eines Fernthermostaten mit abgesetztem Temperaturfühler in Frage, wie dies z.B. bei den mit einem Brüstungskanal ausgestatteten Büros auf der Nordseite standardmäßig der Fall ist).

  • Wie nutze ich insbesondere auf der Südseite die Sonneneinstrahlung optimal?

    • Wann immer möglich: Jalousien hoch oder so kippen, daß die Sonne hineinkommt (z.B. in der Mittagspause). Ist klar, dass am nächsten Morgen die Sonne scheinen wird, kann es sinnvoll sein, das Thermostatventil auf weniger als 2, z.B. 1 oder "*", einzustellen. Sofern man kein echter Frühaufsteher ist, kann man so die Heizung am Morgen sparen - die Sonne heizt viel rascher und billiger!
  • Welche Temperaturen entsprechen den Markierungen an den Thermostatventilen der Heizkörper?

 

Einstellung Hauptgebäude (MNG Ventilköpfe) Hörsaalgebäude (Heimeier Ventilköpfe)
* 6 Grad 6 Grad
1 11 Grad 12 Grad
2 16 Grad 16 Grad
3 21 Grad 20 Grad
4 25 Grad 24 Grad
5 28 Grad 28 Grad

(jeweils Herstellerangaben)

Jedes Grad weniger Raumtemperatur bringt eine Einsparung von 6 % der Heizkosten!

 

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