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Risiko- und Schutzfaktoren für Traumafolgestörungen

 

Projektleitung: Dipl.-Psych. Katharina Becker-Nehring & Prof. Dr. Dr. Jürgen Bengel
Wiss. Hilfskraft:Anne-Kathrin Becker
Laufzeit:2008-2012

 
    
Nur eine Minderheit der von traumatischen Ereignissen Betroffenen entwickelt psychische Probleme, bei dieser Minderheit können aber psychische Störungen mit sehr negativem Einfluss auf u. a. körperliche Erholung und Lebensqualität auftreten. Um entscheiden zu können, welche Betroffenen zu welchem Zeitpunkt welcher Behandlung bedürfen, sind reliable und valide Screeninginstrumente notwendig.
In deutscher Sprache existieren bislang allerdings nur solche Instrumente, die gegenwärtige Belastungen und Störungen identifizieren sollen. Diese sind nur eingeschränkt einsetzbar, da eine Erfassung von Symptomen direkt nach einem traumatischen Ereignis häufig zu vielen falsch Positiven führt und von Betroffenen als aufdringlich oder zumindest unangebracht erlebt wird. Es fehlen Instrumente, die anhand der teils gut belegten Risiko- und Schutzfaktoren (z. B. prätraumatische psychische Störungen, wahrgenommene Bedrohung während des traumatischen Ereignisses, soziale Unterstützung) die spätere Entwicklung psychischer Störungen vorhersagen können und die unmittelbar nach einem traumatischen Ereignis einsetzbar sind, wenn die Betroffenen häufig am besten erreichbar sind.

Im Rahmen dieser Studie soll deshalb ein deutschsprachiges Screeninginstrument entwickelt werden, das kurz nach traumatischen Ereignissen einzusetzen ist und erwachsene Personen mit hohem Risiko für die spätere Entwicklung von Traumafolgestörungen identifiziert. Aufgrund der zu erwartenden spezifischen Risiko- und Schutzfaktoren bei sekundären bzw. „berufsmäßigen“ Traumaopfern ist die Entwicklung einer Version für primäre und einer zweiten Version für sekundäre Traumaopfer vorgesehen.



Bengel, J. & Becker, K. (2009). Psychologische Frühinterventionen. In A. Maercker (Hrsg.), Posttraumatische Belastungsstörungen (3. Auflage; S. 163-185). Berlin: Springer.

 

 

Artikel im Forschungsmagazin der Universität Freiburg: uni'wissen

 

 

 

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