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Ausgehend von der humanistischen Position Maslows, Bedürfnisse als Triebkräfte der Motivation anzunehmen, argumentieren Deci und Ryan in ihrer Selbstbestimmungstheorie, dass Menschlichen intrinsisch und extrinsisch motiviert sein können. Die intrinsische Motivation ist die natürliche Tendenz, Herausforderungen zu suchen und die eigenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. (Deci & Ryan, 1985; Reeve, 1996; Ryan & Deci, 2000). Geschieht eine Handlung hingegen um einer guten Note willen, um einer Strafe zu entgehen oder aus jedweden anderen Gründen, die nichts direkt mit der Aufgabe zu tun haben, spricht man von extrinsischer Motivation.

Deci und Ryan postulieren drei psychische Grundbedürfnisse, das Bedürfnis nach Kompetenz (effectancy), das nach Autonomie/ Selbstbestimmung (autonomy) und jenes nach sozialer Eingebundenheit (affiliation). Die Bedürfnisse nach Kompetenz und Autonomie sind die Grundlage für das Entstehen intrinsischer Motivation, die ihrerseits eine wichtige Quelle für selbstgesteuertes Lernen ist (ähnlich auch McCombs & Whisler, 1989). Lernumgebungen, die Gelegenheit geben, diese Bedürfnisse zu befriedigen, fördern das Auftreten selbstgesteuerten Lernens (Prenzel, 1993).

Nach Deci & Ryan wird die intrinsische Motivationsqualität außerdem durch das Ausmaß der Selbstbestimmung determiniert (Deci & Ryan, 1985). Eine ursprünglich intrinsisch motivierte Tätigkeit kann durch äußere Zwänge oder Anreize extrinsisch motiviert werden. Einen solchen Effekt sagt auch die Selbstwahrnehmungstheorie von Bem voraus. (Steiner, 1996: Wie Rita die Freude am Zeichnen verliert; Self Perception Theory D. Bem) Um einen Verlust intrinsischer Motivation zu vermeiden ist es wichtig, externe Kontrolle gering zu halten und informatives statt kontrollierendem Feedback zu geben. (Deci & Ryan, 1985).


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