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Arbeitsgruppe Migration und Rehabilitation

Prof. Dr. J. Kizilhan & Prof. Dr. Dr. J. Bengel

Die zunehmende Globalisierung und das Entstehen multikultureller Gesellschaften erfordern es kulturelle Aspekte mehr als bisher in die medizinische und psychotherapeutische Versorgung (Akutversorgung, Rehabilitation, Prävention) einzubeziehen. Das therapeutische Personal in den Kliniken, Praxen und Beratungsstellen haben zunehmend mit Patienten aus anderen Kulturkreisen, über alle Generationen hinweg, zu tun.

Der unterschiedliche Zugang zur gesundheitlichen Versorgung und der Einfluß der Herkunftskultur auf das Krankheitsverständnis -und die Krankheitsverarbeitung bei Migranten macht eine adäquate und effektive medizinische Behandlung in vielen Bereichen immer noch schwierig. Nicht nur sprachliche Hürden erschweren oft die Diagnose und die Therapie. Mangelnde Aufklärung und Berücksichtung der ausländischen Bürger und Bürgerinnen in den Regelange­boten der Gesundheitsdienste führt dazu, dass Migranten oft sehr spät oder zu spät die richtige Behandlung in Anspruch nehmen. Trotz vermehrter Anstrengungen zur Verbesserung dieser Situation in den letzten Jahren gibt es immer noch zu wenig evaluierte Konzepte, die Migranten gerecht werden. Besonders problematisch ist die Versorgungssituation von Migranten im Bereich psychischen Krank­heiten.

Zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Migranten sind daher Studien zum Gesundheits- und Krankheitsverhalten, zur Diagnostik und Therapie und den gesund­heitlichen Ressourcen von Migranten notwendig. Durch die Erforschung und Erprobung von spezifischen methodischen Standards und Behandlungskonzepten können ambulante und stationäre Behandlungsmaßnahmen verbessert werden. 

Ein weiteres Ziel der Arbeitsgruppe ist Schulung und Weiterbildung der medizinischen, psychosozialen und pflegerischen Fachkräfte. Neben der Forschung und Lehre sollen auch praxisorientiert die Versorgung der Migranten durch gezielte Projekte unterstützen und gefördert werden. Ferner werden Migranten in der Ambulanz des Instituts für Psychologie an der Universität Freiburg behandelt. Die Arbeitsgruppe widmet sich ferner der Erstellung von Gutachten, diagnostischen Untersuchungen, der Erarbeitung von Informationen in Form von Literatur, (fremdsprachigen) Materialien, Dokumentationen, wissenschaftlichen Un­tersuchungen.

Fortbildungsveranstaltungen:

Zertifizierte Dolmetschergrundschulung im Gesundheitswesen
Arbeitskreis Flüchtlinge im Netzwerk Psychotraumatologie Südbaden

Flyer im PDF-Format

Kontakt:

Prof. Dr. J. Kizilhan & Prof. Dr. Dr. J. Bengel

kizilhan@psychologie.uni-freiburg.de

Schriftenverzeichnis Prof. Dr. Kizilhan [pdf-Dokument]

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