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Psychische Belastung von Lehrkräften

"Sind innovative Lehr- und Lernformen für Schüler wie auch für Lehrer vorteilhaft? – Internationale Vergleichsstudie des Zusammengangs zwischen psychischen Belastungen beim Unterrichten und den angewandten Lehr- und Lernformen in Deutschland und der Schweiz"

 

Laufzeit: 2007-2009
Projekt wird finanziert durch die Landesstiftung Baden-Württemberg im Programm „Bildungsforschung“.
Ansprechpersonen: Prof. Dr. Heinz Schüpbach, Dipl.-Psych. Lilian Meder
landesstiftung
 

Problemstellung

Ausgehend von Ergebnissen international vergleichender Schulleistungsstudien (PISA/TIMSS) wird aktuell die Frage diskutiert, ob an deutschen Schulen zuwenig kooperative und selbstregulative Lernformen von den Lehrkräften angewendet werden. Aus arbeitspsychologischer Sicht ist bei dieser Fragestellung allerdings auch relevant, ob der Einsatz dieser Lehr- und Lernformen nicht nur das Potential hat, Unterrichtsqualität und Schülerleistungen zu verbessern, sondern auch die Lehrkräfte zu entlasten, denn die Tätigkeit von Lehrerinnen und Lehrern gilt als psychisch belastend.

 

Projektziel

In diesem Projekt wird eine auf Videoanalysen des Unterrichts basierende, empirisch fundierte und international ausgerichtete Studie durchgeführt, die den Einfluss von Lehr- und Lernformen auf das Belastungsniveau für Lehrkräfte unter Berücksichtigung der jeweiligen Unterrichtsqualität prüft.

 

Projektmitglieder

Universität Freiburg, Arbeit- und Organisationspsychologie:         Prof. Dr. Heinz Schüpbach, Dipl.-Psych. Lilian Meder

Fachhochschule Nordwestschweiz Olten, MikS:                         Prof. Dr. Andreas Krause

Kooperationen mit:

Prof. Dr. Kurt Reusser, Dr. Christine Pauli (Universität Zürich, Pädagogisches Institut)

Prof. Dr. Jürgen Baumert, Dr. Mareike Kunter (Max-Planck-Institut für Bildungs-forschung in Berlin)

 

Untersuchungsmethoden

Die psychischen Belastungen der Lehrpersonen werden mit den Instrument RHIA-Unterricht (Krause, Meder & Dorsemagen, 2007) durch geschulte externe Beobachter/innen erhoben. Dieses Verfahren basiert auf dem Belastungskonzept der Regulationsbehinderungen und bietet daher die Möglichkeit, psychische Belastungen unabhängig vom Erleben der Lehrkräfte zu erfassen.

 

Aktueller Stand der Ergebnisse

Zusammenhangshypothesen zwischen Lehr- und Lernformen und der jeweiligen Belastungsvariablen wurde für den deutschen sowie den Schweizer Datensatz ausgewertet. Die Analysen zu Moderatoreffekten von Klassengröße und Unterrichtsqualität sind aktuell in Bearbeitung.

Ergebnisse können in den bald folgenden Publikationen nachgelesen werden.

Bei Fragen wenden Sie sich an Lilian Meder!

 

Projektlaufzeit

Das Projekt hatte eine Laufzeit von Januar 2007 bis Dezember 2009. Die Abschlussveranstaltung des Programms Bildungsforschung der Landesstiftung Baden-Württemberg findet im Oktober 2009 statt.

 

Literatur

Krause, A., Meder, L. & Dorsemagen, C. (2007). RHIA-Unterricht. Grundlagen und Anwendung, Manual zur videogestützten Unterrichtsanalyse. Aachen: Shaker.

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